Das Valle de Colac im Süden von Peru ist ein Ort der Superlative. Das zweittieftse Tal der Erde ist zugleich auch Heimat der Vögel mit der grössten Spannweite. Der Anden-Kondor hat die grösste Spannweite aller Landvögel und nebenbei ist er sowieso einer der grössten Vögel der Erde. Wer den König der Anden in den Lüften gleiten sehen will, macht sich am besten ins Valle de Colca auf.

Der Colca Cañón liegt bei Chivay etwa 97 km nördlich von Arequipa. Knapp 3 300 m tief geht es an den tiefsten Stellen hinab und die Fahrt hinauf ist kein Zuckerschlecken. Serpentinenartig zieht sich der Weg über eine Buckelpiste in den Himmel. Das Cruz del Condor ist der Ort, von dem man die Kondore gut beobachten kann.

Doch nicht nur die Vögel sind die Stars der Manege, die Manege selbst bietet ein Naturschauspiel wie es wenige auf dieser Welt gibt.

Umringt von Vulkanen, die bis zu 6 000m in den Himmel ragen breite sich das alle de Colca vor den Augen des Besuchers aus. Vulkangestein und die Alpacas und Vicunas, beides Tierarten, die edelste Wolle liefern, sind die ständigen Wegbegleiter.

Zigzag-artig führen die uralten Pfade an den Rändern des Tals vorbei an alten Kolonialsiedlungen und Indiodörfern, die zum Teil noch nach alter Art mit Adobe errichtet wurden.

In den Ortschaften Maca und Pinchillo haben die Franziskaner und Dominikaner mit den von ihn errichteten Kirchen Zeugnis ihrer Anwesenheit hinterlassen. Andere lohnenswerte Orte sind Chivay und Yanque, auch hier waren die Kirchenmänner nicht untätig.

Unbedingt sollte man sich ein paar Souverniers der einheimischen Collaguala- und Cabana-Indios mitnehmen. Die nach uralten Mustern und Verfahren selbstgewebte Kleidung hat bislang noch kein Chinese kopieren können- Zumindest nicht im gleichen Webstil.