Der Bericht, den ich heute bei der BBC fand, liest sich anfangs spassig, doch mit der Zeit wird jedem bewusst, wie selbst in solch totalitären Staaten wie Kuba die Menschen der allerneusten Mode nachjagen.

In dem Fall allerdings handelt es sich nicht um Kleider, sondern um die Brüste, Titten, Busen, oder wie man diese beiden herrlichen Gewölbe, Schläuche oder Säcke auch immer bezeichnen mag. Die kubanischen Mädels wollen grosse Brüste, und das auf Teufel komm raus. Es handelt sich hierbei bei Leibe nicht um einen billigen sexistischen Scherz.

Die Nachfrage nach Brustimplantaten und Silikon ist enorm in Kuba und die Operationen sind gratis. Der Wunsch nach dem perfekten Vorbau zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten. Es bilden sich richtige Warteschlangen vor den chirurgischen Schönheitszentren. Die Implantate jedoch kommen aus dem Ausland, sie werden meistens von den Immigranten oder Reisenden mit ins Land gebracht. Am Zoll werden die Inhalte der Pakete nicht geöffnet, denn aus hygienischen Gründen müssen die Implantate steril beim Chirurgen ankommen (ich denk erst gar nicht über die Drogen nach, die so ins Land kommen).

sexy Kubanerin

sexy Kubanerin

Billig für kubanische Verhältnisse sind die Silikonsäcke jedoch nicht, je nach Herstellungszone (China 700 Dollar, Europa 900 Dollar) müssen die kubanischen Frauen tief in den Geldbeutel greifen. Und alles selbstverständlich nur auf dem Schwarzmarkt, wie soll es auch sonst anders in Kuba sein.

Wenn man den Frauen zuhört, die über ihre Operationen reden, so erfährt man von dem Leiden und den Schmerzen, die damit einhergehen, doch nicht eine bereut den Schritt. Die meisten Frauen wählen die 300 ccm Säcke, einige greifen auch zu grösseren Massstäben.

Angeblich ändert sich die Physiogonomie der kubanischen Frau, warum eigentlich? Oder ist es mehr eine Einbildung, die Jagd nach der allerneusten Mode, dem Up-to-Date oder IN sein. Mir allerdings ist schleierhaft was das mit grossen Titten zu tun haben soll, obwohl ich nichts dagegen habe. Schön anzuschauen sind sie allemal, doch um attraktiv zu erscheinen gehört etwas mehr dazu.

/www.bbc.co.uk/