Es geht zu wie im “Wilden Westen” auf den Strassen Südamerikas. Zwar wird überall seitens den Regierungen auf die chaotischen Zuständen auf den Strassen Südamerikas aufmerksam gemacht und einiges in die Verkehrserziehung gesteckt, doch scheint das alles nicht viel zu fruchten. Kennt man die Situation vor Ort, will heissen man lebt hier längere Zeit, dann weiss man genau wie sich die meisten fahrenden Verkehrsteilnehmer verhalten. Die Bedeutung der Wörter Rücksicht, Fussgänger, Zebrastreifen und Ampel sind den meisten unbekannt. Doch die hohen Opferzahlen sind fast immer auf den erhöhten Konsum von Alkohol zurückzuführen. Solange es sich nicht um die zentralen Strassenadern handelt (und auch hier nur eingeschränkt) wird nicht kontrolliert. Ausserhalb der Zentren wird geheizt und gesoffen was das Zeug hält. Nummernschilder, Registrierung, Versicherungen, was ist das? Die Fahrzeuge sind oft geklaut oder nicht zuordnungsfähig. Das bedeuted, dass sie in anderen Departments (Ausland, Grenze) registiert sind, worauf die jeweiligen Polizieeinheiten keinen Zugriff haben. Ein zentrales Verkehrssystem existiert zumeist nicht und wenn dann nur offiziel, aber mit wenig Effizienz.
Meistens lassen sich die Fahrer nicht von Kontrollen abschrecken und brettern einfach durch. Die Jungs sind geübt, die Fahrzeuge getunt, ein Erkennungszeichen existiert nicht, also wie die Betreffenden ausfindig machen.
Die neusten Zahlen aus Lateinamerika, soweit ich die ausfindig machen konnte. Paraguay 900 Todesopfer, 20000 Verletzte (3 Tote pro Tag), Peru: 3.500 Tote, 50.000 Verletzte, Chile: 10.000 Tote, Dominikanische Republik: 360 Tote von Januar bis Juli, Argentinien: 10.000 Tote (22 Opfer pro Tag), Nicaragua: 500 Tote, in Mexiko sind es 20 Opfer pro 100.000 Einwohner.
Argentina y México son los dos paises de América Latina con mas alta mortalidad por accidentes de transito, 20 muertes cada 100.000 habitantes, cifras muy similares a las de los paises africanos. Chile tiene la mitad, y Uruguay la cuarta parte, próximas a las de paises europeos, 5 muertes por 100.000 habitantes. Auszug: Datachaco
Sehr gefährlich ist die Semana Santa- die Osterwoche, allein knapp 500 Personen starben in ein paar Tagen auf den Strassen.
Es existiert noch eine Liste, die bis in das Jahr 2006 reicht. Schon damals waren die Zahlen mehr als ernüchternd.
| PAIS | POBLACION | MUERTOS | MUERTOS/100MIL HABITANTES |
| Argentina | 38.226.000 | 10.829 | 28.3 |
| Venezuela | 26.127.000 | 5.225 | 20 |
| Perú | 27.547.000 | 3.247 | 11.8 |
| Colombia | 45.300.000 | 5.267 | 11.3 |
| Brasil | 178.718.000 | 20.000 | 11.2 |
| Chile | 15.956.000 | 1.757 | 11 |
| Paraguay | 5.782.000 | 630 | 10.9 |
| Uruguay | 3.399.000 | 320 | 9.4 |
| Ecuador | 13.213.000 | 1.139 | 8.6 |
| Bolivia | 8.986.000 | 613 | 6.8 |
| Total | 363.254.000 | 49.027 | 13.5 |
| AÑO | MUERTOS |
| 1996 | 7864 |
| 1997 | 8123 |
| 1998 | 7579 |
| 1999 | 7533 |
| 2000 | 7545 |
| 2001 | 7071 |
| 2002 | 6826 |
| 2003 | 7055 |
| 2004 | 7137 |
| 2005 | 7138 |
| 2006 | 7557 |
Tabellen aus impulso por pais







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