Wer Ecuador wirklich kennenlernen will, sollte einmal mit einem selbstgebauten Floss den Rio Zapotal, in den Provinzen Cotopaxi und Los Rios, hinunterfahren. Über drei Tage zieht sich der Trip. Ein halber Tag ist dabei für den Bau des Flosses eingeplant . Die speziellen Hölzer, die zum Bau des Flosses benötigt werden, sind extrem leicht und wurden schon vor tausend Jahren von der indigenen Bevölkerung Manteño Huancavillo zum Transport von Waren und für Reisen auf dem Wasserweg benutzt. Damals transportierte man Bananen und Kakao an die entfernten Küsten.
Nachdem das Floss fertiggestellt ist, geht es dann aufs Wasser, wo man eineinhalb Tage lang, den Rio Zapotal abwärts treibt. Übernachtet wird unter freiem Himmel, mitten im Dschungel. Ca. 30 km pro Tag, je nach Strömung, werden dabei täglich zurückgelegt. Grössere Stromschnellen werden bei der Tour nicht passiert, obwohl es manchmal schon etwas ruppig werden kann.
Abenteuer in Ecuador
Das ganze Unternehmen ist ein wahres Abenteuer und wird von der Gemeinde Piedra Blanca organisiert, die sich voll dem Ökotourismus verschrieben hat. Das heisst, es wurden spezielle Regeln aufgestellt, die es zu beachten gilt. Dazu gehören der Respekt gegenüber der Flora und Fauna in der Region, ausser Fotos darf nichts mitgenommen werden, die Besucherzahl darf eine gewisse Höchstzahl nicht überschreiten, keine Süssigkeiten dürfen an die Kinder verschenkt werden u.v.m..
Die Komune bietet aber neben der abenteuerlichen Flossfahrt auch mehrtägige Trekkingtouren, Reittouren und eine Schnapstour. KEIN WITZ
Grosse Schnapsmengen werden in der Provinz de Bolivar aus Zuckerrohr gewonnen. Der komplette Verarbeitungs- und Herstellungsprozess wird den Besuchern anschaulich vorgeführt. Natürlich darf auch die obligatoische Probe des Endproduktes nicht fehlen.
Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung zu günstigen Preisen bietet die Komune.
Wie kommt man hin:
Von Quito aus nimmt man den Bus nach San Luis de Pambil in der Provinz Bolivar (zweimal täglich) Das Busunternehmen Flota Bolivar fährt um 6 Uhr morgens und das Unternehmen Macuchi um 8.30 Uhr morgens. Die Fahrzeit beträgt etwa 6 Stunden.
Von Guayaquil mit der Flota Bolivar um 7 Uhr morgens oder mit Transportes Caluma um 14 Uhr. Die Fahrzeit beträgt ca. 3 Stunden.
Von Guaranda mit der Flota Bolivar um 7.15 Uhr und um 14.15Uhr, oder mehrmals täglich mit Transportes San Pedrito.
Noch besser ist eine Wanderung von Salinas de Bolivar (Guaranda). Der Weg führt bis auf 4000 m hinauf und durchquert dabei eine einzigartige Naturlandschaft. Eine genaue Wegbeschreibung kann man im Salinas café net la Minga oder im Touristenbüro nachfragen.
http://www.piedrablanca.org/
Ein ungewöhnliches Abenteuer in Ecuador: Auf dem selbstgebauten Floss durch den Urwald
July 20th, 2009 · Keine Kommentare
Tags: Backpacker · Ecuador







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