Das fragt man sich doch täglich wenn man einkaufen gehen muss. Nicht nur in Europa, obwohl dort zuweilen die Preise sogar zurückgingen, sondern auch in Lateinamerika und besonders in Afrika explodieren nahezu die Preise für Grundnahrungsmittel.
Obwohl es zuerst so schien, als das die Lebensmittelpreise auf Grund der Rezession sinken würden, steigen derzeit wieder an und das vor allem in den armen Ländern. Gerade in Krisenzeiten leiden die Ärmsten der Armen am meisten, wie wir es gerade wieder einmal sehen und die Preise für Nahrungsmittel sind ein Ausdrucksmittel dafür. Schon im vergangenen Jahr kam es in einigen Ländern zu Protesten und Ausschreitungen wegen der Preise. Seit Juni des letzten Jahres begannen die Preise für Nahrungsmittel zu fallen, doch am Anfang des Jahres 2009 zeichnete sich ein Trendwende ab und ein Preisanstieg war zu bemerken, das ging soweit, dass die höchste Rate bei knapp 10% im März und April lag. Im Schnitt kann man in diesem Zeitraum von 5 % ausgehen, das betrifft aber nicht alle Städte. Während in Buenos Aires die Preise um nahezu 20 % stiegen, fielen sie in Städten wie New York um 16 % und mehr. Auch in einigen Städten in Europa fielen die Preise um fast 10 % ab. In Afrika sieht es hingegen sehr schlimm aus. In Nairobi, der Hauptstadt Kenias, stiegen die Preise um über 30 %. Das hat mit der Rezession zu tun, die die Kaufkraft der Armen zunehmend schwächt, und dies ausgerechnet in Zeiten in denen es verdammt schwer ist Nahrungsmittel zu erlangen. Aber nicht nur die Lebensmittelpreise schossen in die Höhe, auch Rohstoffe wie z B. Rohöl, Erze neben anderen machten einen Satz nach oben. Das wird allerdings zuweilen als ein gutes Zeichen angesehen und gedeutet als das das Schlimmste der Krise überstanden zu sein scheint. Man kann aber davon ausgehen, dass ein weiterer Preisanstieg für Nahrungsmittel mit der Überwindung der Krise folgen wird. Das rührt daher, dass die Preise zusammen mit dem zu erwartenden Wirschaftswachstum ansteigen.
Laut Angaben der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) liegen die Preise derzeit um fünfzig Prozent höher als noch vor sechs Jahren und sogar mehr als 60% höher als zur Jahrtausendwende.
Was sind die Gründe für den Preisanstieg?
Da ist zuerst einmal ein starker Ernteausfall in verschiedenen Ländern zu verzeichnen, hinzukommen Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln und anderen Gütern, ferner die Umwandlung und der Vertrieb von ehemals vom Menschen für die Nahrung benötigten Anbaukulturen wie Soja oder Mais, die heutzutage in die Biodieselkraftstoffindustrie fliessen und in einigen Ländern wie z. B in Mexiko wahre Nahrungsmittelkrisen auslösten. Ein alter Bekannter im Spiel der Preise ist der US-Dollar, der einen starken Abschwung zu verzeichnen hatte, und nicht zuletzt kommen die neuen aufstrebenden Nationen Indien und China hinzu, die einen ungeheueren Energie- und Rohstoffbedarf zur Befriedigung ihrer rasand wachsenden Wirtschaft benötigen.
Seitens der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) geht man davon aus, dass die Preise in den mittelfristig um 10 bis 20 % ansteigen werden. Keine rosigen Aussichten für die Zukunft.
Warum steigen derzeit die Lebensmittelpreise
July 15th, 2009 · Keine Kommentare
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