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Ökologisches Desaster in Kolumbien: Illegale schwimmende Bagger und Hausboote zum Goldschürfen eingesetzt

May 3rd, 2009 · Keine Kommentare

Erschreckende Bilder einer verwüsteten Urwaldregion
Praktisch ein ganzes schwimmendes Dorf hat die Polzei in Kolumbien bei einer Aktion gegen illegale Goldschürfer ausgehoben. Ein Fall wie es ihn bis dato noch nicht gegeben hat. Man muss sich das einmal vorstellen. Mit mehrstöckigen Flössen (24 an der Zahl), die über spartanische Behausungen und schweres Baggergerät verfügten, gingen die Goldsucher auf dem Río Atrato ans Werk. Mehr als eine Tonne Gold jährlich wurde dabei aus dem Fluss geholt, was zurückblieb ist ein vollständiges zerstörtes Ambiente entlang des Flussbettes. Erschreckende Bilder bestätigen das Ausmass der Zerstörung. Nicht nur die Baumbestände entlang der Ufer fielen den Baggern zum Opfer, hinzu kommt der Einsatz von giftigem Quecksilber, das man zum Auswaschen von Gold benötigt, und das so in die Gewässer des Flusses gelangte. Die Region um Chocó scheint bedroht.
Keine der Betreibergesellschaften hatte jemals eine Schürferlaubnis. Die ersten Goldflösse wurden in Paimadó 1999 errichtet, zu einem Zeitpunkt als der Goldpreis am steigen war. Brasilianische Bagger und deren Eigentümer tauchten gleich in grösserer Zahl auf. Etwa 200 – 400 gr Gold gewannen die Mineros damals auf dem Fluss. Bis zu acht Personen lebten gleichzeitig auf den einzelnen Flössen. So ganz hat man die Hintergründe und Verwicklungen der invovierten Betreiber und Behörden noch nicht aufgedeckt. Doch eines ist sicher, einige sind bestimmt nicht zu ihrem Nachteil davongekommen.
Die Bagger stehen derzeit bis auf weiteres still. Nicht alle sind gegen ein Einstellen der Arbeiten, sonder nur gegen die Ausnutzung und Nichtbeteiligung. Das will heißen, man will etwas abhaben vom Goldfieber in Rio Quito. Im Gespräch sind technische Verbesserungen der Bagger, um so der Umwelt einen geringeren Schaden zuzufügen. Laut Experten sind die Bagger wenig effizient und vergiften durch den hohen Einsatz von Quecksilber die Flüsse. Fische und Vögel sind die ersten Leidtragenden, der Mensch merkt es dann etwas später.

Videos von den schwimmenden Werkstätten

Video der Umweltzerstörung durch die Goldsucher

Tags: Kolumbien · Uncategorized

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